Europa ist seit jeher Durchgangskontinent.
Die Auseinandersetzungen mit dem "Fremden" gehört schon immer zum
Lebensalltag in allen europäischen Ländern.
"Jeder
ist ein Fremder - fast überall", diese menschliche Grunderfahrung bildet den
Ausgangpunkt der Ausstellung, die in Zusammenarbeit von acht europäischen
Partnermuseen entstanden ist.
Unter Federführung des Hauses der Geschichte wirken das Arbejdermusseet in
Kopenhagen, das Bijbelsmuseum in Amsterdam, das Deutscher Historische
Museum in Berlin, das Helsinki City Museum, das National Historical Museum in
Athen, das Schweizerische Landesmuseum in Zürich sowie das Musée d' Histoire de
la Ville in Luxembourg an diesem Kooperationsprojekt mit.
Seit
der Eröffnung in Bonn im Jahr 2003 ist die Ausstellung in Europa unterwegs.
Erlangen ist nach Bonn ihre zweite deutsche
Station.
Arbeitsmigration, Krieg, Okkupation oder
Gewissensgründe sind hauptsächlich dafür verantwortlich, dass Menschen ihre
Heimat verlassen. Schlaglichtartig beleuchtet die Ausstellung ausgewählte
Einzelbeispiele von der Antike bis in die Gegenwart aus unterschiedlicher
Sicht. Jedes Museum stellt Themen vor, in denen sich das Problem des
Fremdseins niederschlägt. Diese Aspekte verdichten sich zur Gesamtansicht
der Präsentation. Bei aller Verschiedenheit wird dabei deutlich: Der
permanente Zuzug neuer Bevölkerungsgruppen, das Verlassen der alten und das
Auffinden einer neuen Heimat ist ein steter Prozess in Europa seit
Jahrhunderten. Dieser Vielfalt verdankt der europäische Kontinent seine
spezifische Gestalt, so dass früher „Fremdes” heute oft schon
selbstverständlich ist.


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