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Archiv Weihnachtstreffen mit Anhang Mittwoch, 04. Dezember 2002 - 19.00
Uhr Teilnehmer: 16 mit Anhang = 32 2 ohne Anhang = 2
Landhotel Gasthaus PolsterEs war ein sehr schöner Abend. Hannes Redel begrüßte die Runde. Vor allem den Damen wurde für ihr Kommen gedankt. Einige "Künstler" - wie sie von Hannes genannt wurden - brachten in Versform Weihnachtliches und Vergnügliches. Wilfred Kopper las ein Weihnachtsgedicht1 seiner Schwester vor. Stadträtin Gabriele Kopper zeigte auf, welches Chaos entsteht, wenn man das "Lametta"2 zu Weihnachten nicht vorrätig hat. "Der Papa wird schon richten"3- von Heinz Metzler vorgebracht - zeigte auf, wie finanzielle, berufliche und strafrechtliche Probleme in Österreich gelöst werden, wenn man einen "verbindlichen" Vater hat. Einige brachten noch einige Witze. Sobald diese schriftlich vorliegen, kommen diese ins Internet - versprochen ist versprochen. 1) Weihnachtsgedicht Aus dem Buch TAG- UND NACHT- GEDICHTE von Helga Duffek-Kopper
Weihnachtszeit! Die Leute hasten, i Packerln stapeln sich am Kasten, Mütter kaufen, Vater zahlen, und man grübelt voller Qualen, ob man heute in der Stadt wohl wirklich nichts vergessen hat:
Für Opa Badesalz aus Latschen. Für Oma die karierten Patschen. Den Cognac für die Schwiegermutter. Für Lumpi teures Hundefutter. Den Regenschirm für Onkel Otto. Fürs Kind das bunte Bilderlotto - das sind halt jetzt die vielen Fragen, die einen Schenkenden so plagen. Ein jeder hat von allem viel . und überdies in bestem Stil, er hat zum Trinken und zum Essen, die Kleidung darf man nicht vergessen, die Wohnung, die ist auch komplett, vom Klo bis hin zum Ehebett.
Ob Whisky, Gürtel, Seidentücher, ob dicke Bücher, dünne Bücher, ob große Flaschen, kleine Flaschen, ob Feuerzeuge, Pfeifen, Taschen, ob Bilder, Vasen, Lampen, Platte - mir fällt nichts ein, was man nicht hatte! Jede Idee, die mich entzückt, wird alsbald rüde unterdrückt, ich höre nur mehr voller Hohn: Das hat er schon - das hat sie schon!
Ja, gibt’s denn wirklich keine Sachen, die einem heut noch Freude machen?
Mein Hirn ist ausgebrannt, erloschen. Doch plötzlich fällt bei mir der Groschen: An einem fehlt es weit und breit, eins hat kein Mensch - kein Mensch hat Zeit! Wir wollen einmal richtig denken: Die Zeit soll’s sein, die wir verschenken!
Man muss kein Millionär, kein Schah sein - man muss nur füreinander da sein! Ich weiß zum Beispiel, was ich tu: Ich hör Dir einmal wirklich zu . . . Wir schenken Zeit - mal heut, mal morgen, erzählen einander unsre Sorgen und leihen einander unsre Ohren. Von dem Geschenk geht nichts verloren! "Zeit" ist auch einfach zu verschenken, man braucht nicht lange nachzudenken, man braucht dazu kein Weihnachtspackerl Geschenkpapier, Spagat und Sackerl Lametta, Engelshaar und Kerzen - das wichtigste: Es kommt von Herzen! Ich will Euch nun nicht lange quälen, Euch Eure Zeit nicht länger stehlen - ich hoffe nur, Ihr denkt daran und fangt bald mit dem Schenken an!
2) Lametta Aus dem Internet Weihnachten naht,
das Fest der Feste- So geht es mir -
keine Ahnung habend - Da Einspruch
meistens mir nichts nützt, Es wurde meiner
Frau ganz heiß Die Nachbarn -
links, rechts, drunter, drüber - "Hört zu!
Wir werden heuer haben Zwar konnt ich da
noch nicht begreifen, Schnell wurde der
Deckel aufgedreht, Der Christbaum
war einmalig schön, Ne Woche drauf!
.. Ich saß gemütlich Es sprach mein
Weib: "Du weißt Bescheid?! Und so ward
wieder ICH der Retter Als später dann
das Kraut serviert Franziska Lehmann
sprach zum Franz: Beim Heimgang
sprach ein Gast zu mir: 3) "Der Papa wird schon richten" folgt |
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Copyright: Ing.
Wilfred Kopper, D-91056 Erlangen, Dreibergstraße 2
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